Ich bin 28 Jahre alt und habe eine wunderbare Tochter, die ich mit meiner Mutter aufziehe. Mein Mann hat mich sofort verlassen, als er erfuhr, dass ich schwanger war. Er sagte, es sei nicht sein Baby. Und ich musste ihm nichts beweisen und mich nicht erniedrigen. Also habe ich meine wunderschöne Tochter allein aufgezogen. Ich bekomme nur ein Gehalt von 10.000 Griwna. Das ist natürlich nicht genug, um gut zu leben und für die Zukunft zu sparen.
Meine Mutter, die fünfundsechzig Jahre alt ist, hat auch eine kleine Rente. Sie hilft uns viel mit ihrer Tochter. Ich kann sagen, dass sie die beste Mutter und Großmutter ist. Ich bezahle alle Nebenkosten und die Kleidung für uns drei, und meine Mutter kauft die Lebensmittel ein. So leben wir nun schon seit sechs Jahren.
Seit kurzem bin ich mit einem Mann zusammen, der weniger verdient als ich. Ich habe das zunächst nicht beachtet und mich Hals über Kopf in ihn verliebt. Wir haben uns etwa sechs Monate lang getroffen, und meine Tochter mochte ihn. Danach fragte der Mann, ob wir zusammenleben wollten. Ich stimmte zu und wir zogen zu dritt in eine Mietwohnung – ich, mein Mann und meine Tochter. Zunächst war alles in Ordnung, aber dann begann der ständige Geldmangel die Familienordnung zu stören.
Sechs Monate lang lebten wir so, dann zog ich zurück zu meiner Mutter. Und warum? Weil der Mann, den ich mir ausgesucht hatte, nicht nur weniger verdiente als ich. Ich musste mich um den ganzen Haushalt kümmern. Er verbot mir auch, meiner eigenen Mutter zu helfen. Sie lebt in einer Zweizimmerwohnung, und es ist sehr schwer für sie, alle Nebenkosten zu bezahlen und Geld für Lebensmittel auszugeben. Also beschloss ich, ihr ein Drittel meines Gehalts zu geben. Vor allem, weil sie das meiste davon für meine Tochter, ihre Enkelin, ausgibt.
So kam es, dass die ständigen Skandale in unserem Paar mit meiner Geliebten immer häufiger auftraten und unsere Liebe völlig zunichtemachten. Ich konnte es nicht mehr ertragen und habe beschlossen, dass das Zusammenleben mit meiner Mutter und meiner Tochter das Beste war, was mir je passiert ist. Aber ich glaube immer noch, dass ich bald jemanden finden werde, mit dem ich mich leicht und unbeschwert fühlen werde. Und ich werde mich wie eine Steinmauer fühlen.







