Als die 5-jährige Maria ohne Mutter zurückgelassen wurde, wählte ihr Vater den einfachsten Weg. Der Mann beschloss, sein kleines Mädchen den Eltern der Frau zu geben. Denis wollte sich nicht um das Mädchen kümmern und nahm Maria mit ins Dorf, zum Haus ihrer Schwiegermutter und ihres Schwiegervaters. Er fuhr bis zum Tor, setzte das Kind ab, packte die Tasche mit ihren Sachen hinein und ging. Er sagte zu niemandem etwas. Nur der Staub erhob sich.
Großmutter Anna hatte keine Zeit, nach draußen zu gehen, sie hörte nur, dass jemand auf den Hof fuhr. Als sie herauskam, fiel sie vor Überraschung fast um. Ihre Enkelin Maria stand weinend vor dem Tor. Die Großmutter ging auf ihre Enkelin zu. Sie umarmte sie, wischte ihr die Tränen weg und ging mit ihr ins Haus. Sie rief Großvater Adam zu, er solle seine Tasche hereinbringen. Sie setzte den Tee auf und holte ein paar Torten. Sie setzten sich zum Essen hin.
Und so begann das Dorfleben der kleinen Maria. Das Mädchen wuchs zur Freude seiner Großeltern auf. Die Ältesten förderten in dem Mädchen die Liebe zur Natur und zur Arbeit. Maria wuchs fleißig auf, liebte die Gerechtigkeit und lernte gut. Sie liebte es, ihrem Großvater und ihrer Großmutter zu helfen, sie ging kaum mit Gleichaltrigen aus. Sie saß immer an ihren Büchern.
So vergingen die 12 Jahre wie im Fluge. Bald wird Mascha die Schule beenden. Der Großvater und die Großmutter beschlossen, das Kind zum Studium an eine Universität zu schicken. Schließlich ist Maria sehr klug geworden, es ist nicht nötig, dass sie im Dorf “Kühen den Schwanz umdreht”. Also nahmen sie das Geld, das sie für schlechte Zeiten gespart hatten, und schickten ihre Enkelin auf eine gute Universität.
Auch Maria schlug sich gut an der Universität. Sie erhielt ein rotes Diplom in Wirtschaftswissenschaften. Sie beschloss, nach Hause zurückzukehren und das Dorf aus den Miesen zu holen. Sie nahm einen Kredit auf und begann mit dem Bau eines Bauernhofs. Da es an Arbeitskräften mangelte, gab sie eine Anzeige in der Lokalzeitung auf, in der sie Arbeiter suchte.
Eines Tages tauchte ein 50-jähriger Mann vor der Tür ihrer Großeltern auf. Er bat darum, für Maria arbeiten zu dürfen. Nur verlangte er kein Geld für seine Arbeit. Er wollte dem Mädchen nur helfen.
Später stellte sich heraus, dass der Mann Marias Vater war. Er bereute seine Tat und bat seine Tochter, ihm zu vergeben. Maria vergab ihm später.
Würden Sie Ihrem Vater verzeihen?







